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Frauenpolitik auch immer Sozialpolitik: Spannende Veranstaltung der SPD zum Frauentag mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer und OB-Kandidatin Stefanie Seiler
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SPEYER | Speyer heute
Sonntag, den 11. März 2018 um 12:12 Uhr
"Brauchen wir noch einen internationalen Frauentag oder ist er heute nicht ein besserer Muttertag und schon deshalb überflüssig, weil die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen verwirklicht ist?" Diese provokante Frage stellte Stefanie Seiler an den Beginn ihrer Rede bei einer SPD-Veranstaltung zum internationalen Frauentag vor etwa 200 Gästen, größtenteils Frauen, der am 8. März begangen wurde. Die Speyerer Beigeordnete und OB-Kandidatin definierte, was Gleichberechtigung ist und machte deutlich, dass es in einigen Bereichen noch deutliche Defizite gibt.

Seiler nannte die aktuelle "metoo-Debatte" als Beispiel für sexuelle Gewalt gegen Frauen. Gewalt gegen Frauen ziehe sich durch alle Bereiche der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang sicherte sie dem Speyerer Frauenhaus ihre volle Unterstützung bei der dringenden Erweiterung des Frauenhauses zu.
Auch nehme das Armutsrisiko für Alleinerziehende, zu über 80 Prozent Frauen, weiter zu. Dass es noch immer Unterschiede bei der Bezahlung von Männern und Frauen gibt und dass die sogenannten "frauentypischen" Berufe generell nicht gute bezahlt würden, wirke sich später nachteilig auf die Rente von Frauen aus. "Für mich ist Frauenpolitik auch immer Sozialpolitik", so Seiler unter dem Beifall der Gäste, darunter neben den bekannten frauenpolitischen Aktivistinnen auch viele junge Frauen.
Sie lobte das Land dafür, dass die Bildung in Rheinland-Pfalz von der Kita an kostenlos ist. Als Mutter einer kleinen Tochter wisse sie, wie kompliziert die Vereinbarung von Familie und Beruf sein könne. Sie gehöre zwar eher zu den Priveliguerten, habe großen Rückhalt in der Familie und verdiene gut. Anders sei das bei ihrer Freundin, alleinerziehend und Bürokauffrau, deren Alltag deutlich steiniger sei.
Dass der Frauentag 2018 ein besonderer sei, da man auch 100 Jahre Frauenwahlrecht feiere, daran erinnerte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und Frauenrechtlerin betonte, dass Gleichberechtigung von Beginn an ein wichtiges Thema der SPD gewesen sei. Bei den Koalitionsverhandlungen sei es wegen der ablehnenden Haltung der Union leider nicht gelungen, auch bei den Vorständen bei DAX-Unternehmen eine Frauenquote einzuführen, wie es sie für Aufsichtsräte gebe. Das mit der Freiwilligkeit sei bisher gescheitert. Allerdings sei mehr Unterstützung für Frauen-Hilfssysteme in den Vertag eingeflossen.
Es sei nicht verwunderlich, dass der Frauentag in der NS-Zeit verboten war: "Die hatten ein ganz anderes Frauenbild." Dieses rückständige Frauenbild, das nichts mit der Wirklichkeit im 21. Jahrhundert zu tun habe, sehe sie auch bei der AfD: "Feminismus und Rassismus sind nicht miteinander vereinbar", so die Ministerpräsidentin.
Frauen hätten früher viel riskiert für die Gleichberechtigung. Die gehe aber nur mit Frauen und Männern gemeinsam.
Auch auf das Thema "Digitalisierung" ging Dreyer in der anschließenden Diskussion ausführlich ein. Dass es dadurch zu noch kaum vorstellbaren Veränderungen der Wirtschaft und Gesellschaft kommen werde, sei noch nicht im Bewusstsein der Menschen angekommen: "Viele Spüren, dass etwas im Gange ist, können es aber nicht greifen." Bei der Erneuerung der SPD werde Digitalisierung oder die vierte industrielle Revolution, wie es auch bezeichnet wird, einen wichtigen Stellenwert haben: Es ist unser Thema."
"Alleine in Rheinland-Pfalz kommen pro Jahr etwa 30 Frauen durch familiäre Gewalt zu Tode", sagte Silvia Bürger vom Frauenhaus. Der Bedarf nach einer Einrichtung wie das Frauenhaus steige seit Jahren an. Alleine in Speyer könne man pro Jahr bis zu 500 Frauen helfen, verdeutlichte Bürger die Dringlichkeit dieser Einrichtung.
Diskriminierung, sexualisierte Gewalt, Zeitverträge für Wissenschaftlerinnen oder steuerliche Verbesserungen für Alleinerziehende waren weitere Diskussionsthemen. (ks/Fotos: ks)

 

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