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Der Voglerhof: 200 Jahre lebendige Stadtgeschichte - Vogler-Frauen feiern großes Jubiläumsfest - Zeugnis einst blühender Bauernkultur innerhalb der Stadtmauern (MIT FOTOSERIE)
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SPEYER | Speyer heute
Montag, den 13. September 2010 um 16:53 Uhr

Bei der über 2000-jährigen Geschichte der Stadt Speyer scheinen 200 Jahre nicht viel. Trotzdem ist der Voglerhof in der Armbruststraße mit seiner 200-jährigen Geschichte etwas besonderes, steht das schmucke Gebäude für einen großen Teil der Geschichte der angesehenen Speyerer Familie Vogler. Für die Besitzerinnen Margarete Boiselle-Vogler, für viele Speyerer die Voglers Magret, und ihre Tochter Gabriele Boiselle war das Jubiläum Anlass genug, ein Fest auszurichten.

 

ZUR FOTOSERIE

 So hatte sich alles, was in Speyer Rang und Namen hat, am Freitagnachmittag im Hof des Vogler'schen Anwesens eingefunden - vom Oberbürgermeister über Stadtratsmitglieder, Vertretern aus Kultur, der heimischen Wirtschaft bis hin zum Altbischof Dr. Anton Schlembach, um bei "Grumbeeresupp un Quetschekuche", ein Essen, das die Mutter von Margarethe immer freitags auftischte, mit den beiden Vogler-Frauen zu feiern.
Besonders stolz zeigten sich die Voglers über die liebevoll restaurierte ehemalige Scheune, die eigentlich in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach einem Bombenangriff im zweiten Weltkrieg zu baufällig gewesen sei, dass die Familie damit geliebäugelt habe sie abzureißen und dafür Garagen zu errichten: "Mein Vater sagte zu mir, dass unsere Vorfahren, die in der napoleonischen Zeit konfisziert waren und der Urahn in Mainz in Haft war, nach der Rückkehr als Erstes diese Scheune errichtet hat und so entschlossen wir uns, sie nicht abzureißen", erzählte Margarete Boiselle-Vogler bei ihrer Begrüßungsrede.
Oberbürgermeister Werner Schineller, in der Stadthistorie bestens bewandert, konnte ebenfalls einiges an Informationen über Familie und Anwesen Vogler beisteuern. So wußte er, dass die Familie Vogler bereits nach dem pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1697), bei dem die Region stakt verwüstet wurde, in den Annalen der Domstadt auftaucht. Auch zitierte er aus einer Bauakte für eine Baumaßnahme des Vaters von Margarete aus den 30er Jahren, in der ein Verstoß gegen die Bauvorschriften festgehalten wurde, der allerdings verjährt sei, weshalb er darüber reden könne, so Schineller. Natürlich kam auch zur Sprache, dass die Junge Margarete ihren ersten Kies mit einem Bulldog und zwei Anhängern selbst auslieferte. Ihr Vater habe nach dem Krieg zwar die Landwirtschaft als wichtiger angesehen und in ihrer Erinnerung verbinde sie den Voglerhof mit Kühen, Schweinen und Pferden, aber sie habe ihr Kiesgeschäft weitergemacht.
Die Liebe zu den Pferden hat sich den beiden Vogler-Frauen erhalten, denn sie haben zu den großen Vierbeinern ein ganz besonderes Verhältnis: Gabriele Boiselle gibt seit 25 Jahren eine Edition von Pferdekalendern heraus, auf denen Pferde auf unvergleichliche Weise abgelichtet sind - mit weltweitem Erfolg. "Da darf ein Pferd auch schon einmal  mit ins Wohnzimmer", offenbaren die Beiden.
Zum Abschluss des offiziellen Teils enthüllte das Stadtoberhaupt eine Gedenktafel zur Erinnerung an diesen Tag. (ks/Foto: sim)

 

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