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Serie Starke Frauen (2): Ein Leben für ältere Menschen - Senioren-Residenz-Leiterin Evi Ehrhardt-Steck
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LEBEN | MENSCHEN
Freitag, den 04. Februar 2011 um 19:24 Uhr
Von Hans Wels
Offenbar sind die Bewohner der Senioren-Residenz „St. Sebastian“ mit  ihrer Einrichtungsleiterin Evi Ehrhardt-Steck (50) sehr zufrieden. Interessenten sagen, „man hört, hier wäre es schön, die Pflege gut und das Personal behilflich und zuvorkommend“. Sowas freut die Leiterin. Das gibt ihr einen echten Motivationsschub.

Den Umgang der langjährigen Pflegedienstleiterin mit älteren Menschen habe ihr schon immer Spaß gemacht. Als die im Februar 2002 neu eröffnete Senioren-Residenz in Dudenhofen auf Personalsuche war, sah die examinierte Krankenschwester und ausgebildete Pflegedienstleiterin die Chance, hier ihre Ideen und Vorstellungen in der Aufbauphase einzubringen. Es gab noch keine eingefahrenen Strukturen und zusammen mit dem damaligen Einrichtungsleiter Jörg Joob organisierte Evi Ehrhardt-Steck den Pflege- und Betreuungsdienst. Rasch füllten sich die Wohnbereiche mit Seniorinnen und Senioren.
Bald stand die Mutter zweier erwachsener Kinder und Oma einer Enkelin an der Spitze des Unternehmens. Wichtig war ihr, dass die Bewohner sich gut betreut fühlen und dieser Bereich wurde von Anfang an mehr als üblich gut aufgestellt.
Sie baute die Qualitätsstandards aus. Die Lebensqualität ließ sie sachkundig im Sankt Sebastian überprüfen und die Verbraucherfreundlichkeit von der Bundesinteressenvertretung-Alter BIVA jährlich per Urkunde bestätigen. Das Heim wurde vom Pflege-TÜV des Medizinischen Dienstes MDK inspiziert. Und sie führte das Qualitätsmanagementsystem „Wohnen, Leben und Sicherheit im Bereich von Senioren-Residenzen nach ISO 9001“ ein. Die wirksame Anwendung dieser Qualitätsnorm lässt sie sich seit dem 16. August 2000 jährlich neu zertifizieren. So hält sie auch ständiges Fortbilden notwendig, um die Qualität des Hauses auf dem neuesten Stand der Pflegewissenschaft zu halten.
 „Bei mir ist immer offen“. Damit meint sie offene Kommunikation für alle Kritik. „Denn nur so können wir Fehler und Probleme lösen“, betonte die Leiterin. Sie ermuntere ihre Mitarbeiterinnen, „wenn was ist, dann müssen wir das klären“. So besucht sie jeden Morgen die Wohnbereiche, um zu sehen, wie es den Bewohnern und Mitarbeitern geht und ob es irgendwelche Probleme, Sorgen, Nöte gibt. Doch meistens sind alle guter Dinge. Diese Rundgänge seien sehr zeitintensiv, aber lohnend. Natürlich gäbe es Höhen und Tiefen wie in jedem Job. Unzufriedenheit von Angehörigen und Mitarbeitern, in der Urlaubszeit, wenn das Personal eh schon knapp ist und dazu noch Leute krank werden, dann feuert sie an: „Auf geht’s, das schaffen wir schon, gemeinsam sind wir stark“.
Altenpflege sei zwar in aller Munde, doch den Pflegenotstand merken wir auch. Nur schwierig bekommen wir Fachpersonal. Das geht allen Häusern so. Die Kasse schreibt den Personalbestand vor und ist, je nach Pflegestufen, sehr knapp bemessen. Trotzdem noch eine gute Betreuung und Pflege zu machen ist fast unmöglich, monierte die Leiterin. „Hier springen meine Ehrenamtlichen und die offene Selbsthilfegruppe ein“.
Seit 2002 hat sie ein Netz von 38 ehrenamtlichen Mitarbeitern eingerichtet.
Sie fahren Bewohner zur Kirche, bilden Handarbeitsgruppen. Stellvertretend für alle Helfer genannt: Irene Keller mit ihrer Sitztanz- und Spaziergängergruppe – Friedrich Baesler mit Erzählkaffee – Herbert Vollmer mit Gedichtsvorträgen – Wolfgang Schmittchen mit Schifferklaviersmusik und seiner Marinechor-Kameradschaft. Außerdem zeichne Dudenhofen ein sehr ins Geschehen involviertes Vereinsleben aus. Von der offenen Selbsthilfegruppe werde das Haus seit 2006 unterstützt. Sie betreuen die Bewohner, schafften ein mobiles Lesegerät an, richteten einen Arztbehandlungsraum und andere Betreuungseinrichtungen ein.
Ihr Wunsch wäre, dass sich die Politik Gedanken macht, wie es weiter gehen soll. Die alten Menschen werden immer mehr und es gibt immer weniger qualifizierte Pflegekräfte. Dieser Beruf müsse endlich attraktiver gestaltet werden. Der alte Mensch sei doch keine Maschine, die man Freitagmittag in den Schrank stellt und Montagfrüh wieder rausholt.
Ausgleich findet Evi Ehrhardt-Steck in Ihrem Jockgrimer Haus und bei ihrer Familie. Dort geht sie auch regelmäßig in den Wald zum Joggen oder Walking.
Sie mache ihren Job gerne. Nach fast 10 Jahren stecke schon sehr viel Herzblut in der Einrichtung.
Das Leben hört hier nicht auf. Bei manchen fängt es erst richtig an. Auch Sex ist ein Thema. So schuf sie auch im Heim Bereiche, die eine ungestörte Zweisamkeit zulassen.  (Foto: Wels)

 

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